Bedrückende Stille - Film zeigt schonungslos Nazi-Machenschaften auf

Veröffentlicht am 08.12.2015 in Allgemein

Leider waren nur relativ wenige Menschen der Einladung der Gemeinde Krummennaab gefolgt und waren bei der öffentlichen Filmvorführung des Dokumentarfils "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis" im bestens vorbereiteten Musikzimmer der Grundschule Krummennaab zu Gast. Ein schwieriges Thema stand im Mittelpunkt: ein gut recherchierter Blick in die Szene rechtsradikaler Rockkonzerte und deren Netzwerke, die auch in Nachbarstaaten ihr Unwesen treiben. Bürgermeister Uli Roth begrüßt unter den Teilnehmern Kreisrätin Brigitte Scharf und Kreisrat Alfred Schuster, der extra aus Immenreuth angereist war. Auch die Bezirksvorsitzende der AsF-Frauen, Christine Trenner, zeigte sich durch ihre Anwesenheit solidarisch.
Schon während des Films hörte man Unmutsäußerungen über die unglaublichen Textpassagen, die hier zu hören waren. Kopfschütteln löste manches Politiker-Statement bei Interviews und die Untätigkeit der Polizei aus, die solche Konzerte oft weitgehend gewähren lässt.

Als Positivbeispiel war der Ort Kirtorf in Hessen dargestellt, der lange Jahre als Treffpunkt der Rechtsrock-Szene herhalten musste. Erst durch die Undercover-Recherchen von Thomas Kuban (ein Pseudonym des im Verborgenen arbeitenden Journalisten) konnte der Ort dieses Problem beheben. Es gründete sich eine bis heute aktive Demokratie-Bewegung, die deutlich Zeichen gegen jede Form von Extremismus und Fremdenfeindlichkeit setzt.
Nachdem Regisseur Peter Ohlendorf und Arno Speiser, Mitarbeiter der regionalen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus, nach einer kurzen Begrüßung und Einführung den Vorführsaal verlassen hatten, standen sie nach Ende des Films für weitere Erläuterungen zur Verfügung. Ohlendorf schlüpfte ins gelbe Sakko, das zum Markenzeichen des Undercover-Journalisten wurde und skizzierte den steinigen Weg der Filmproduktion, dass es nicht so einfach gewesen sei, die rund 200.000 Euro Produktionskosten über mehrere Jahre aufzutreiben und dass der Undercover-Journalist unter Lebensgefahr diese Aufnahmen mit einer Knopflochkamera habe drehen müssen. Er erzählte von den Schwierigkeiten, den Film im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu platzieren. Arno Speiser zeigt auf, dass auch der Landkreis Tirschenreuth keine Insel der Glückseligen ohne Nazi-Umtriebe sei und gab einige Hinweise auf regionale Akteure und deren Machenschaften.
Beide beschworen die Besucher, sehr aufmerksam und wehrhaft gegenüber jeder Verbreitung rechten Gedankenguts zu sein.
Regisseur Ohlendorf stellte dann noch kurz seine nächsten Film-Projekte vor: Dokumentationen über Ermittlungspannen im Zusammenhang mit dem Oktoberfest-Attentat und der Ermordung der Polizistin Michelle Kiesewetter durch die NSU.
Am Ende der gut und sehr hintergründig geführten Diskussion nach dem bedrückenden Film dankte Bürgermeister Roth dem extra angereisten Regisseur Peter Ohlendorf, Arno Speiser und Jugendbeauftragtem Andreas Heinz mit einem Glühweinpräsent und sprach der Koordinierungsstelle des Projekts "Demokratie leben", hier speziell Herrn Stefan Denzler, seinen Dank für die Unterstützung aus.

Bild (v.l.n.r.:) Thomas Döhler, Mitglied im Sprecherrat des Netzwerkes "Aktiv gegen Rechts" im Landkreis Tirschenreuth, Regisseur Peter Ohlendorf, Arno Speiser, Jugendbeauftragter Andreas Heinz und Bürgermeister Uli Roth

 

Bild und Text: Uli Roth

 

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Coordination gegen BAYER-Gefahren

Informative und unterstützenswerte Aktionsgruppe rund um den Chemiekonzern BAYER

Netzwerk "Aktiv gegen Rechts"

Zitat

Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und - ein Nazi zu sein. Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi.

- Gerhard Bronner,
Österreichischer Komponist, Musiker und Kabarettist-

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